Gechenk einer Bewohnerin an das Team des Rosenhof Berlin-Zehlendorf, August 2008
„Jubiläum“
Ein Jahr „Rosenhof“ – da gibt es ein Fest!
Unser Haus überlegte mit Bedacht,
was man an einem solchen Tag wohl macht.
Und wir, die Bewohner, wir werden’s erleben,
möchten jedoch auch etwas dazu geben.
Für uns alle ist es ein neues Zuhause,
unser gewohnter Alltag erfuhr eine Paus.
Die uns begleiteten durch dieses Jahr,
sind nun am Festtag alle da.
So können wir unser Präsent offerieren
Und somit unseren Dank transferieren.
Wem gilt er? Nicht leicht zu sagen,
doch wollen wir einmal die Worte wagen:
uns Neues nahe zu bringen hat einer vermocht,
das ist unser Herr Direktor Gocht.
Ich höre schon murmeln: “Das ist ja ein Hohn!
Wir zahlen schließlich den guten Lohn!“
Es galt für ihn jedoch auszuweichen
Manchen Schwierigkeiten, die uns nicht erreichen.
Auch manche Marotten von uns Alten
Half er an Schaltstellen aufzuhalten.
Wenn auch noch man’ Kontroverse schwelt:
Wir heben unser Glas und prosten ihm zu,
ihm sei versichert: Wir geben auch zukünftig keine Ruh’!
Jedoch soll er wissen: Wir fühlen uns wohl
und genießen die Tage, die uns verbleiben,
versuchen, sie sinnvoll zu vertreiben.
Wer hilft uns dabei, da muss man sagen,
was wäre eine Leitung ohne Helfer, die mittragen.
Das Team, das fast immer funktioniert-
Ausnahmen bestätigen die Regel – so sagt man ungeniert.
Lasst uns sie nennen, die fleißigen Geister,
unter ihnen die Dame mit Namen „Meister“.
Gleichwertig daneben stehen die Namen,
die alle im Hintergrund kramen.
Lasst auch sie uns nennen, damit sie wissen,
dass sie Anerkennung bei uns durchaus nicht vermissen.
Wer sorgt für korrekten bürokratischen Verkehr?
Ein Sekretariat, das zu erraten nicht schwer.
Wer macht dem Namen „Rosenhof“ Ehre?
Man trifft sie fast nie ohne Schlauch oder Schere.
Tausend Rosen und mehr brachten die Gärtner zum Blühen,
auch der Rasen grünt unter ihrem Bemühen.
Wem entgeht nicht, wenn man kommt ins Entree
Oder sind die Hausdamen beschäftigt mit einem anderen Dreh?
Zu ihnen gehört viel zu dekorieren,
das Telefonieren wie auch Notieren.
Wenn sie auch manchmal bei Anfragen passen,
so muss man ihnen das eine lassen:
Sie haben so manche Dinge im Kopf,
die nicht zu erledigen sind mit dem üblichen Knopf.
Und schon hört man’s im Hintergrund raunen,
wir bringen euch kein Essen, da werdet ihr staunen.
Die Köche kochen und wir überlegen,
ob wir Ihnen unsere alten Gewürze geben.
Aber Köche und Service halten am Leben,
darauf können wir bauen
und getrost auf das Alter schauen.
Nun aber weiter und keinen vergessen,
das wäre ungerecht und schlecht gemessen:
Wer sind die Helfer in Weiß und Rot,
sie kommen, wo immer jemand in Not.
Damit die Sicht klar bleibt bei dem vielen Glas,
macht den Fensterputzern die Arbeit Spaß.
Die grünen Frauen sehen genau,
ob die Rahmen weiß sind und nicht grau.
Allen ein „Prosit“ und tausend Dank, wir legen ihn hinein in diesen Trank.
An uns wird es liegen,
ob Vieles gut bleibt, dann wird uns geschenkt eine freundliche Zeit.
Stoßt an miteinander und lächelt Euch zu-
Ein and’rer hilft sorgen für Frieden und Ruh!
