Schreiben von Waltraud Kassenberg
an der Rosenhof Erkrath vom November 2007

Zuerst war es ein Gedanke nur,

ein Inserat in der Zeitung ich las.
Hier werden sie rund um die Uhr
betreut, doch bald ich es wieder vergaß. Jahre später, ich war nun allein
wieder eine Anzeige ich fand,
über den Rosenhof – das sollte wohl sein
ich fragte herum, er war nicht bekannt.

Dann fühlte ich mich schwächer und müde und Krank,
konnte den Haushalt allein nicht mehr tun -
Ich brauchte Hilfe, die ich auch fand;
jetzt konnte ich mich öfter ausruh’n.

Doch das Alleinsein – ich ertrug es nicht mehr
und suchte und fand die Adresse.
Ich bat um Auskunft, Prospekte und mehr.
Der Rosenhof fand mein Interesse.

Nun bin ich schon einige Jahre hier,
geh’ zum Schwimmen, Turnen und singen.
Bin fröhlich und glücklich – wie viele hier
die meisten Tage mir gut gelingen.

Natürlich bin ich auch traurig und krank
und habe manch dunkle Tage.
Aber ich kann, wenn ich will – Gottseidank
mir helfen, wenn ich es anderen sage.

Wir haben hier viele schöne Feste,
Konzerte. Theater und noch mehr,
jeder sucht sich aus das Beste,
so sind die nicht öd und leer.

Der Rosenhof, der tut mir gut
auch wenn ich mich manchmal beklage.
Versuche ich mit neuem Mut
zu leben hier bis ans Ende meiner Tage.

Waltraud Kassenberg

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