Westdeutsche Zeitung

Freitag, 05. Oktober 2007

Mit 80 Jahren entdeckte sie das schöne Leben wieder


Hochdahl/ Düsseldorf – "Hier bin ich zu Hause", strahlte Hannelore Zimmermann. Kürzlich erst ist sie aus Düsseldorf in die Seniorenresidenz Hochdahl gezogen. Wer sie sieht, kann kaum glauben, das die fit und lebensfroh wirkende Dame im Juni 80 Jahre alt geworden ist. Viel hat sie in Ihrem Leben erlebt, schöne wie auch traurige Momente - und dieser neue Lebensabschnitt im Seniorenwohnheim gehört für sie zu den spannenden und schönen.
"Wie in einem Hotel ist es hier, alle sind sehr hilfsbereit und mir gefällt die persönliche Nähe", sagt Frau Zimmermann über ihr neues Zuhause. Ein Altenheim sei der Rosenhof auf keinen Fall. Besonders gut gefällt ihr das bunte Programm, das hier geboten wird: "Ich gehe jeden zweiten Tag schwimmen und habe nach 20 Jahren meinen Gefallen am Kegeln wiederentdeckt."
Eigentlich wollte Hanelore Zimmermann nie in ein Seniorenwohnheim, wollte den Auszug aus dem eigenen Haus so lange wie möglich hinausschieben. Doch als ihr Mann vor zwei Jahren starb, musste sie feststellen, das ein Leben allein in einem großen Haus nicht einfach ist: "Auf einmal ging so viel kaputt, wir hatten einen Wasserrohrbruch, ich erlitt einen Bänderriss, bekam noch Schwierigkeiten mit den Nachbarn - und alltägliche Dinge, wie den Schnee wegschaufeln, wurden zu Problemen." Also schaute sie sich mit Bruder und Schwägerin den Rosenhof an.

Als sie den Haushalt nicht mehr allein bewältigte, fiel die Entscheidung
"Es gefiel mir auf Anhieb gut und ich dachte, in ein paar Jahren könnte ich mir das vorstellen. Doch die Zeitspanne wurde immer kleiner. Ich musste so viel im Haushalt tun, hatte Hilfskräfte beschäftigen müssen - und ich fragte mich, für wen und wozu mache ich das eigentlich noch alles?" So zog sie doch nach Hochdahl um, zunächst zur Probe. Und dann ging es schnell "Eine Wohnung wurde frei und ich musste mich entscheiden."
Jetzt wohnt sie in ihrer eigenen Zwei-Zimmerwohnung im Rosenhof, viele Einrichtungsgegenstände hat sie aus dem Haus mitgenommen und ist sehr zufrieden mit der neuen Heimat: "Ich kannte Hochdahl nicht und habe erst mal mit dem Stadtplan die Gegend erkundet, besonders gut gefällt mir die Nähe zum Hochdahler Markt." Bereut hat sie die Entscheifung nicht: "Man sollte nicht warten, bis es nicht mehr geht, sondern das beste aus seiner Zeit machen. Dann fällt der Absprung auch leichter."

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